Mexikanische Mode

MexikoMexikanische Mode hieß bis vor wenigen Jahren immer auch traditionelle Mode. Wir alle kennen ihre bunte Lässigkeit aus diversen Filmen. Die bunten Blumenstickereien und weiten Röcke prägten, neben den Ponchos, die Hippiemode der 70er Jahre ganz entscheidend mit. Der Poncho heißt in Mexico eigentlich Jorongo und ist in der Regel prachtvoll bestickt. Heute sind die Catwalks von Mexico City eine Quelle der Inspiration für Designer weltweit.

In Mexiko gibt es nach wie vor sehr viele fließende Elemente, Stickereien und Wolle, die Anknüpfung an die modernen Trends ist jedoch inzwischen vollzogen und das Ergebnis oftmals einfach atemberaubend. Zu den heutigen Topdesignern Mexikos zählen unter anderem Alberto Rodriguez, Andres Caballero, Regina Reyna, und Laura Driz. Traditionelle indianische Bekleidung ist in vielen Ecken des Landes immer noch gängige Alltagsmode. Die Kleidung ist weit und fließend. Der Stolz der mexikanischen Bevölkerung transportiert sich auch in den Kleidern. Folkloristische Stickereien zieren romantische Blusen und Tuniken. Je länger man die traditionelle Mode Mexikos betrachtet, desto klarer wird, dass der Einfluss auf die moderne Fashion größer ist, als man gemeinhin annimmt.

Charakteristisch sind auch die ungewöhnlichen Farbkombinationen, z.B. türkis mit rot und gelb. Die farbenfrohen Oberteile werden mit ausladenden Schals (in der Regel aus Wolle) kombiniert. Auch die Taschen sind groß teils gewebt und bestickt. Zu einem mexikanischen Kleid mit allen Extras gehört auch der passende Schmuck. Am bekanntesten sind Halsketten und Ohrringe aus Obsidian und Jade nach Vorbildern alter aztekischer Schmuckstücke. Auch handbemalte Ketten gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Stellt man sich den typischen männlichen Mexikaner vor, trägt er einen Sombrero und einen ausladenden schwarzen Schnauzbart, dazu eine Gitarre. Die Kleidung entspannt und lässig, im optimalen Fall sieht der Mann aus, wie Antonio Banderas in Desperado. Insgesamt ist unser westliches Bild von mexikanischer Mode bewusst vorwiegend durch Filme und Musiker geprägt. Der Sombrero z.B. war ursprünglich als Schutz vor der Sonne bei der Feldarbeit gedacht und in ganz Südamerika verbreitet. In der Tat hat praktisch jedes der 31 Bundesstaaten seine ganz eigene und typische Kleidung, die im Laufe der Zeit unterschiedlichen Einflüssen von außen (manchmal nur das benachbarte Bundesland) unterlag und sich so verändert hat.

Insgesamt ist die mexikanische Mode ausladend und farbenfroh. Die Kleider sind extrem feminin, da sie die Taille zumeist sehr deutlich betonen, die Mode der Herren ist reduziert männlich. Immer aber unterstützt der Kleidung den Stolz seiner Trägerin oder seines Trägers. Wir dürfen gespannt sein, was auf den Laufstegen Mexikos in den nächsten Jahren passieren wird.