Modesünde: Designernamen quer über die Brust

Boss KopieEs gibt so Modesünden, die hat jeder schon mal begangen. Oberteile mit riesigen Designernamen quer über der Brust, gehören dazu. Hand aufs Herz, wer hat solch ein Teil nicht irgendwo im Schrank? Das alte T-Shirt mit dem Diesel Logo zum Beispiel. In den Neunzigern war das cool, heute ist es eher daneben. Oder diesen Pullover auf dem in großen Lettern BOSS geschrieben steht… Ja, manche Modesünden springen einem eben direkt ins Auge. Warum das Schaulaufen mit Designernamen auf der Brust ein modisches No-Go darstellt? Ganz einfach: Es wirkt protzig, aufdringlich und geschmacklos. Genau wie das zur Schau stellen von jeglichem Bling-Bling das man jemals gekauft hat. Understatement sieht anders aus.

So geht’s besser

Designer leben davon, dass jeder ihren Namen kennt. Klar, dass dieser dann gerne gut sichtbar auf den Klamotten angebracht wird. Labels wie Vive Maria oder Desigual platzieren ihre Schriftzüge und Logos gern an ungewöhnlichen Stellen wie am Nackenteil oder am Saum, während andere die „Werbefläche Oberkörper“ favorisieren. Grundsätzlich spricht ja nichts dagegen, doch wer stilbewusst ist, lässt lieber die Finger von diesen riesigen Schriftzügen, die quer über die Brust verlaufen. Labels, die wirklich etwas auf sich halten, überzeugen statt mit aufdringlichen Schriftzügen lieber mit Qualität und Hochwertigkeit der Materialien. Kennern fällt nämlich ein hochwertiger Anzug sofort auf und wird positiv bewertet, während Protizgkeit eher für den gegenteiligen Effekt sorgt. In der Zwischenzeit hat sich diese Modesünde zum Glück auch bei den Designern herum gesprochen. Nur noch wenige Kollektionen setzen auf diese aufdringliche Form des Selbst-Marketings. Es scheint so, als ob Protzigkeit zunehmend out wird und das ist auch gut so. Bleibt zu hoffen, dass dasselbe auch bald für andere Geschmacklosigkeiten gilt.